.............. The First Contact...........................


 
     Der erste akustische Kontakt mit der großen Hochlandsackpfeife ereignete sich im Sommer des Jahres 1975.

Ich war einer von vielen hundert Schülern , die im Rahmen der Städtepartnerschaft
 zwischen der Stadt Münster und der Stadt York (England) an einem
dreiwöchigen Schüleraustausch teilnahmen.

Bei einem gemeinsamen Ausflug in ein Naturschutzgebiet am Rande
der ( inoffiziellen! ) schottischen Grenze, hörte und sah ich einen Pfeifer,
der für ein Hochzeitspaar vor dem Kirchenportal spielte.

Beinflusst von der damaligen Popmusik und der langsam entstehenden New Wave - Musik
 in den Charts, empfand ich es nicht gerade als Ohrenschmaus,
zumal der Kerl auch keine Hosen trug.

Viele Jahre später, mittlerweile waren fast 10 Jahre vergangen,
 hörte ich in Münster-City wiederum Töne,

die mich an das optische und akustische Spektakel vor der kleinen Kirche in
Haltwhistle erinnerten.Lange hörte ich dem Piper vor der Lambertikirche zu, und mir war klar :

Dieses Instrument  will ich auch spielen können,
dieses und kein anderes!!


Ich begab mich auf die erfolglose Suche nach jemanden, der mir die "Flötentöne"  beibringen konnte, leider erfolglos, bis ich drei Jahre später durch einen Zeitungsartikel in den Westfälischen Nachrichten auf ein in Münster stationiertes, schottisches Musikregiment stieß, den damaligen  "1.st Batallion Queen`s Own Highlanders", untergebracht in den "Buller Barracks" in der Loddenheide.

Nach einigen Telefon-Minuten mit erheblichen Verständigungsschwierigkeiten zwischen mir und dem  zuständigen Pipe Major Bruce Hitchings, war alles klar!

Ich hatte meine Lehrer gefunden, und eine Woche später befand ich mich mit 40 anderen deutschen dudelsackinteressierten Männern und Frauen in einer Barracke auf dem Gelände der Schotten wieder, mit nervösen Fingern an der Übungsflöte (Chanter) und fremd anmutenden Notengekritzel auf dem Tisch.

Es folgten ganze fünf Jahre harter Unterricht, oft hatte ich den Wunsch, einfach aufzuhören. Viele haben es getan.  Ich bin dabei geblieben und mit mir 8 weitere Anfänger und bereits fortgeschrittene, darunter auch Georg Herrmann, der nach dem Abzug des Regimentes aus Münster 1993 mit uns die Band "The Kitchen Pipers" gründete, um  weiterhin das Erlernte zu vertiefen und gemeinsam die Leidenschaft für dieses Instrument und für die Musik zu pflegen.

In einem kleinen Saloon auf dem Gelände eines "Indianerlagers" in Beelen/ Kreis Warendorf probten wir weiter. Während des Jahres kamen 3 Trommler zu der Gruppe, und wir beschlossen ab jetzt formeller aufzutreten.

Im Frühjahr 1993 wurde die Firma "MacPherson`s of  Edinburgh" beauftragt, die Band originalgetreu und stilecht einzukleiden. Wir entschieden uns, den Kilt (Schottenrock) im Tartan (Schottenkaro) "Macleod of MacLeod" als Band-Uniform zu übernehmen, da die MacLeods auf der Hebrideninsel Skye schon immer die besten Piper in Ihren Diensten hatten. Mit diesem Vorbild vor Augen wurde die Gruppe in "MacLeod Pipes and Drums" umgetauft.

Nach einigen gemeinsamen Jahren des Übens und vieler schöner gemeinsamer Auftritte mit der Band, entschied ich mich vor einigen Jahren als Solopiper weiter zu machen. Selbstverständlich trage ich auch heute noch den Tartan der "MacLeods", wie auf Fotos in der Fotogalerie zu sehen ist.

 [ homepage ]