„Wir wollen Ihnen
etwas Schottland nach
Albachten bringen!“
Gudrun McArthur, Chefin der gleichnamigen „Highland
Dancers“ hatte nicht zu viel versprochen:
Zweieinhalb Stunden lang sorgte das
Albachtener Tanzensemble für schottisches Flair im „Haus der
Begegnung“.
Einzelartisten
wie
begeisterten
zudem mit virtuosen Soli .
Garniert wurde die
spannende Kulturreise anlässlich des fünfjährigen
Bestehens der „McArthur
Dancers“
mit erlesenen Tanzdarbietungen.
Es war eine
Liebeserklärung an Schottland und die eindrucksvolle Dokumentation
einer
über
Jahrzehnte
gewachsenen deutsch-schottischen Freundschaft: „Im zarten Alter
von
16 Jahren stand für mich fest,
"Ich lebe in Schottland“, eröffnete Gudrun
McArthur den Jubiläumsauftritt ihrer ausnahmslos aus Deutschen
bestehenden
Gruppe.
Mit dem Umzug habe es zwar nicht geklappt, so die tanzbegeisterte
Verwaltungsangestellte, die einen Schotten heiratete.
„Aber dafür habe ich
Schottland nach Albachten geholt.“
Die ersten Tänze übten sie noch im Wohnzimmer, heute lassen
die Albachtener
ihre Kilts im klassischen
Tartan-Muster stilecht in der Nähe von Glasgow
schneidern. Trainerin Frauke Koch übergab am Sonntag zeitweise das
Kommando an
die Schotten:
Erst nach einer klangvollen Ouvertüre der Hildesheimer „Alba Pipe
Band“ begann der Tanzreigen der farbenprächtig
gekleideten Albachtener Truppe.
Das Spektrum reichte von einem
Freudentanz
(„Highland Fling“) aus dem 11.
Jahrhundert bis hin zu Schwerttänzen, mittels derer die
Clanoberhäupter
einst
die Geschicklichkeit
ihrer Kämpfer testeten.
Bis heute gilt die Regel: Kein
Schwert darf beim Tanz berührt werden.
„Wir sind eine
Militärtanzgruppe!“, unterstreicht Gudrun McArthur. Sämtliche
Darbietungen zeugten nicht nur von
eiserner Disziplin, sondern ließen zeitweise
die nicht immer glanzvollen Momente der Geschichte
Schottlands Revue passieren.
„Sean Truibhais“ - zu deutsch: alte Hosen - stammt aus dem Jahr
1755,
als die
Engländer den Schotten das Tragen ihrer Kilts untersagten.
Die Tanzleidenschaft hat längst den Nachwuchs erfasst: Für
Clara Feldmann, zehn
Jahre alt, war es ihr erster Auftritt.
Unterstützt wurden die Albachtener
von
den „Highland Valley Dancers“ aus den Niederlanden
.
Das krönende Finale
gestalteten sämtliche Dudelsackspieler und Tänzer gemeinsam.